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Donnerstag, 11.07.2002
in der schweiz finden zur zeit dramatische aenderungen innerhalb der flugsicherung statt. zunaechst versucht man herauszufinden, warum von den vier telefonleitungen noch eine funktioniert hat. die lotsen wollten an diesem lauschigen abend ihre ruhe haben und ungestoert von irgendwelchen telefonaten ihre schicht geniessen. temporaer konnte das problem geloesst werden, indem einer der superhelden die zeitansage von tokyo anrief und den hoerer danebenlegte, aber das ist keine dauerloesung, wie z.b. eine komplett gekappte leitung. das antikollisionssystem der schweizer bodenstation konnte noch vergleichsweise einfach mit einer halben kanne kalten kaffees ausser gefecht gesetzt werden, dem auch die beste elektronik nichts entgegenzusetzen hat.
weiterhin duerfen flugzeuge in den schweizer luftraum nur noch paarweise einfliegen, da nur mindestens zwei flugzeuge miteinander zur kollision gebracht werden koennen, was dann wesentlich einfacher zu koordinieren ist. damit sich die beiden diensthabenden lotsen nicht darueber in die haare bekommen, wer die beiden flugzeuge ins verderben stuerzen darf, geht der eine von beiden eine zigarette rauchen. der andere muss dann die flughoehen der beiden auserkorenen maschinen miteinander in einklang bringen und ihre geschwindigkeiten abgleichen. |
bei einer durchschnittsreisegeschwindigeit von sechshundert kilometern pro stunde (166 m/s) ist dies eine sache von sekundenbruchteilen!
ist die potentielle kollisionsstelle rechnerisch festgelegt, dann beginnt der nicht minder schwere teil der operation, die piloten mit irrefuehrenden funkspruechen voellig zu verwirren und sie so unter psychischen druck zu setzen, dass sie in ihrer verzweiflung wiederspruchslos jeder anweisung folgen, die vom tower kommt. die sache wird in den letzten jahren zunehmend erschwert, da die flugzeuge eigene antikollisionsgeraete mitfuehren, die zum teil sogar funktionieren. es gilt also, in der pilotenseele misstrauen gegen die technik zu schueren, so dass im erstfall, lieber auf den kollegen im schweizer tower gehoert wird. auf die idee kamen sie schweizer wohl, als sie hoerten, dass am wasser gelegene staedte reich wurden, als sie schiffe mit falschen signalen auf riffe lotsten und die ladung bargen. da die schweizer leider ueber keinen meeranschluss verfuegen, ersannen sie die vorliegende variante, mit dem nachteil, dass nichts mehr zum bergen uebrigbleibt und halb europa die sache mitkriegt.
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Freitag, 26.07.2002
ich bin gerade von einem paddeltripp in die tschechische republik zurueckgekehrt. die hervorragende qualitaet des dort gebrauten bieres brauche ich sicher nicht naeher zu erleutern, naeheres habe ich bereits im vorigen jahr in seite 3 am Sonntag, dem 22.07.2001 beschrieben. die zeit rast, wie ich immer sage. wir werden alle immer aelter und solange dieses universum expandiert wird das auch so bleiben, wenn wir unseren theoretischen physikern glauben schenken. inmitten der lauschigen ruhe in den kneipen dieses gemuetlichen landes, starteten wir eine flussfahrt in einem gut halbmeter-breiten und fuenfmeter-langen glasfieberboot. dass das schiefgehen muss, haette mir schon von vornherein klar sein muessen. als wir also am zweiundreissigsten tag unserer fahrt durch den dschungel an eins der auf solchen fluessen sehr, sehr seltenen wehre kamen, kam mir die sache doch nicht ganz ungefaehrlich vor. ein wehr, fuer die landratten kurz erklaert, ist eine stelle im fluss, an der eine verwerfung im flussbett dazu fuehrt, dass das wasser eine gewisse hoehendistanz sehr schnell ueberwindet. selbst eine
hoehe von nur einem meter setzt dabei pro liter wasser eine energie von ca. 9.81 joule frei, was bei einer fallzeit von einer knappen halben sekunde zu einer leistungsentfaltung von rund 21 watt fuehrt. bei einem kubikmeter sind das bereits 21 kilowatt! ich sah mir das wehr also genau an. der pan-tschechische reisefuehrer fuer die feuchtbiotope riet, das paddelhindernis schlicht zu durchfahren! ein umtragen des bootes schien sehr schwierig, da die stroemung so stark war, dass an ein wiedereinsetzen erst zweihundert meter weiter unten zu denken war. fuer den erschoepften paddler eine lange strecke, erst recht dann, wenn das boot durch die zuladung von gutem tschechischem bier und unbedeutender ausruestung eine masse von ca. 300 kg angenommen hat. ich ueberlegte also eine ganze, lange weile und entschloss mich schliesslich, meinem gesunden menschenverstand trotzend, dem reisefuehrer zu folgen, um nicht als feigling zu gelten. |
(entgegen der landlaeufigen meinung verfuegt JEDER mensch ueber gesunden menschenverstand in genuegender menge fuer mindestens dreihundert lebensjahre, der aber von urbanen denkweisen und rituellem verhalten stets unterdrueckt wird)
also fuhren wir hinunter, schlugen quer und das boot kenterte. niemandem ist ausser ein paar haematomen etwas ernsthaftes passiert. mein rucksack war weg
und mit ihm die ganzen konserven, das bier und die knete, der fotoapparat und meine mundharmonika. tscha, aber andere leute, z.b. sir walter scott, haben weit mehr verloren, z.b. ihr leben. zum glueck hatte ich vergessen, meinen benzinkocher mitzunehmen, so dass dieser vom verlustiggehen verschont blieb. (einer der faelle, in denen ein unzuverlaessiges gedaechtnis von vorteil ist) uebrigens geht mein modem offenbar gerade kaputt. die geschwindigkeit, mit der die bits durch den draht kommen, war zwar noch nie berauschend, aber jetzt ist sie ganz am arsch und betraegt nicht einmal mehr ein zehntel vom vorherigen wert. scheisse! das verfluchte ding ist vielleicht anderthalb jahre alt! schoenen schrank auch an die jungs von elsa, dass sie selbst etwas so primitives, wie ein modem, so hinkriegen, dass es noch erstaunlich kurzer zeit kaputtgeht, und zwar subtil! ein explosion nach hunderttausend surfminuten waere zu offensichtlich, deshalb werden heute sicherlich siebzig prozent der ingenieursleistung nicht mehr in die konstruktion, die erschaffung gesteckt, sondern in raffinierte zerstoerungsmechanismen, die die gezielte techniknekrose wie zufall, eher noch wie einen anwenderfehler erscheinen lassen. wie unkompliziert, leistungsfaehig, effizient und billig koennte die heutige technik wohl ohne diese versteckten lebensdauerverkuerzer sein? wir wissen es nicht und ich hoffe, dass dieses konzept uns nicht in den genen steckt, denn dann erleben wir unser rentenalter nicht mehr. (ich sage nicht "rente", denn die erlebt keiner von uns!)
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Freitag, 29.07.2002
was gibt's neues zu berichten? in russlamd sind zwei flugzeuge vom himmel gefallen. mal wieder. das eine event war wohl als ramstein-revival gedacht. ueber das andere weiss ich noch nichts, aber das macht eigentlich auch nichts. ich habe jedenfalls kein gesteigertes beduerfnis, zu fliegen. leute, die dies aus dem grund tun, ein paar prollige tage auf mallorca zu verbringen, haben in meinen augen einen knall. als columbus vor fuenfhundert jahren den atlantik ueberquerte, hatte er wenigstens noch einen grund. er brauchte naemlich dringend kohle. und wenn er geahnt haette, dass er bis amerika ein halbes jahr segeln wuerde, dann haette er es gelassen. aber zum glueck gab es in der geschichte die ahnungslosigkeit und den irrsinn als treibende momente. ich probiere gerade das kleine programm xearth aus, das von folgender seite stammt:
http://www.hewgill.com/xearth/
man kann sehr schoen sehen, dass zu zeit nacht ueber deutschland herrscht. die dunkelheit draussen ist also keine taeuschung.
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in montreal ist gerade noch licht... interessant jedenfalls! dafuer ist in honolulu gerade mittag und die leute schwitzen dort. die nacht ist zur haelfte um und in ulan bator graut bereits der morgen. na, egal. mein modem hat sich wieder erholt, nachdem ich das ding zerlegt und wieder zusammengabut hatte. repariert durch lueften, wie man so sagt. offenbar existert eine groesse, die sich in geraeten akkumuliert und nach und nach zu dysfunktionen fuehrt. beim oeffnen faellt das zeug wie staub heraus und das scheissding geht wieder. aus diesem grund funktioniert auch das draufhauen: der defektstaub faellt zum teil durch die lueftungsloecher. gleichzeitig tut der maschine das draufhauen nicht wirklich gut, so dass der verbesserungseffekt nur ein temporaerer ist. irgendwann ueberwiegt der reale zerstoerungseffekt den reinigenden durch's draufhauen und die technik ist wirklich kaputt.
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Freitag, 08.08.2002
irgendwie faellt mir zur zeit nichts ein, was ich in diese rubrik schreiben koennte. dass mag an dem sommerloch liegen, mit dem auch die normalen nachrichtenagenturen zu kaempfen haben. woraus besteht dieses phaenomen aber eigntlich? bisher dachte ich, dass mehrere objektive faktoren verantwortlich seien. 1. die urlaubszeit: alle sind weg, deshalb passiert hier einfach weniger und es gibt weniger zu berichten. 2. die urlaubszeit: auch in den redaktionen sind alle faehigen leute im urlaub, so dass nur die dumpfbacken, die als strafe fuer unfaehigkeit keinen urlaub bekommen haben, da sind. dementsprechend sind auch die recherchen und die nachrichten. 3. das heisse wetter: auch die wenigen genies in den redaktionen, die es, weil sie sich mehr um ihre eigentliche arbeit kuemmern, als um die urlaubsplanung, versaeumt haben,
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rechtzeitig urlaub zu beantragen, haben keine lust, mehr zu tun,
als lebensnotwendig, weil es ganz einfach zu heiss ist. was mich also verwundert, ist die tatsache, dass mir jetzt, wo es nicht mehr so heiss ist, und ich mich auch an die temperaturen gewoehnt haben sollte, nichts einfaellt. (diese betrachtungen sind rein theoretischer natur. ich behaupte nicht, dass in irgendeiner redaktion ein genie sitzt)
eine weitere groesse scheint meinen geist zu bedraeuen, die ich aber nicht analysieren kann, weil es dazu eines intakten solchen bedarf. (das problem ist offenbar reflexiv). in meiner verzweiflung habe ich das locate-program neu geschrieben, so dass es jetzt schneller ist. ausserdem habe ich ein paar omycron-bugs erschlagen, aber eben nichts essentielles...
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Freitag, 13.08.2002
als ich letztens mit den magneten einer festplatte gespielt habe, ging das flussleitstueck von dem einen magneten ab und ich verhedderte mich augenblicklich in den wild durch den raum schiessenden magnetischen feldlinien. nur ein eilig herbeigeholter kondensator rettete mich. die feldlinien kondensierten an seinen platten und ich konnte sie mit einer anode absaugen.
thema absaugen: man muesste mal das ganze wasser absaugen. nach den schurkigen wetterphaenomenen wie blitzeis usw. ist das ja mal was echtes. zumindest fuer die leute, die zwei meter wasser ueberm teppich haben. als ich heute frueh mit dem fahrrad nach braunschweig gefahren bin, war auf einmal der weg, der zwischen fluss und see entlangfuehrt, ganz land unter mit zwanzig zentimeter wasser ueber'm asphalt. fuenf meter vor mir schwamm eine gruppe enten vom fluss in den see, mit muehe, wie ich beobachten musste, denn es stand eine starke stroemung vom see nach dem fluss.
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man sieht also, dass auch die natuerlichen entwaesserungseinrichtungen nicht mehr das sind, was sie mal waren. nebenbei musste ich noch einem havariertem radfahrer helfen, die kette wieder auf's ritzel zu kriegen. gut, dass ich zur stelle war. er waere zweifellos ertrunken! um auf das schlimmste vorbereitet zu sein, spiele ich bereits mit dem gedanken, mir auch einen sandsack zuzulegen. ich haette sogar eine idee, wie man unsere nationalhymne den neuen gegebenheiten anpassen koennte. also folgendes, gesungen auf die melodie unserer nationalhymne.
ob es so etwas wie einen kreativen erguss gibt? eine schoepferische ejakulation? |
Samstag, 17.08.2002
in sachsen steht die feuchte periode noch bevor - das ist selbstverstaendlich nicht im geringsten schluepfrig zu interpretieren. ich bin ehrlich erschuettert, wenn ich mir vorstelle, was die leute gerade verlieren. die wenigsten haben das problem, dass in der tiefgarage ein ferrari durchfeuchtet wird. hier ist offenbar das schlimmste vorbei. heute bin ich am see vorbeigefahren, wie letztens auch, aber das wasser war wieder da, wo es hingehoert. aber wie sich die zeiten doch aendern: vor dreissig jahren war der konservative homo sapiens auf dem oekologischen ohr blind, er erinnerte sich an stalingrad und kursk, und meinte, dies sei zehnmal schlimmer gewesen, als das bisschen russ in der luft. nun, heute ist die arrivierte gesellschaft diejenige, die vor dreissig jahren in ihrer revoluzzerzeit war. die alt-68-er.. das ist ein alter hut, aber das interessante dabei ist, dass sich bei diesen leuten die oekologische masche tief ins pseudo-rot-kommunen-oeko-gruene gedaechtnis hineingeschimmelt hat. nur deshalb haben sie so eine bescheuerte regierung gewaehlt. und jetzt merken sie, das es scheisse ist. und weitsichtig, wie das stimmvieh nun mal ist, schwenken sie sofort auf den naechsten um. seit dreiunddreissig hat sich im prinzip also garnix geaendert. und ebenso interpretiert diese pseudo-oekologische generation jeden furz, der auf diesem planeten entfleucht, als die direkte folge der umweltverschmutzung und des treibhauseffektes. ein effekt uebrigens, zu dessen prinzipiellem verstaendnis es gerade noch so reicht, aber das war's dann auch.
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mit derselben imbrunst, wie dieser schlag mensch vor hundert jahren die hottentotten gejagt, vor fuenfzig jahren die juden vergast hat, werden nun ohne den leisesten zweifel windkraftanlagen an den letzten lauschigen winkel des planeten gepflanzt, die zumindest so gross sein muessen, wie ein fussballfeld. das kann sich der "oeko"mensch gerade noch so vorstellen. er hat's auch schwer, das denken muss das kleinhirn mit uebernehmen, da das (recht klein geratene) grosshirn sich komplett mit fussball oder formel 1 beschaeftigt. bei mir isses im prinzip das gleiche mit meiner geliebten atomenergie. wenn ich nur an den atomausstieg denke, wird mir wehmuehtig um's herz. aber keine angst leute, die pro-atom-liga arbeitet daran. wir werden nicht gaenzlich ohne atome sein. bald kriegen wir schoenen strom aus der ukraine, der einmal definitiv atomar erzeugt, und ausserdem noch sagenhaft billig sein wird. ja, die russen kriegen das irgendwie hin. die kraftwerke sind laengst amortisiert; bei dem alter ist das auch kein wunder. nachdem also die vorsehung der joschka-generation dermassen ins gruene gehirn geschissen hat, ist es kein wunder, wenn diese leute -jetzt mit dem finger am politischen abzug- sehenden auges in unser windkraeftiges verderben rauschen: mit einer solarzelle in der hand. ich hasse diese pseudoumweltschuetzer, die nun wirklich keine ahnung haben und alles durch ihre oeko-faschistische brille betrachten, was sich ihren insuffizienten geistern nicht auf anhieb als umweltschonend erschliesst. werdet nicht so!
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Montach, 19.08.2002
vorhin bin ich in rekordzeit zur arbeit gefahren. mit dem fahrrad natuerlich, denn es ist schoenes wetter. ich war so schnell, dass ich kurz vor braunschweig fuenf minuten lang die bremse ziehen musste, um meine fahrzeit wieder in den positiven bereich zu bringen. eine negative gesamtfahrzeit haette ein nicht unbetraechtliches energiedefizit im universum verursacht und einige probleme beschert, die in bezug auf ihre maligne potenz die naechste wahl sicherlich uebrtreffen duerften. aber zum schluss kam ich immerhin auf fuenfundzwanzig minuten - das kann nur ein komet oder die bahn uebertreffen. ihr wundert euch, wieso die bundesbahn, von allen attributen, negativen oder sogar positiven, die ihr anhaften moegen, ausgerechnet die puenktlichkeit herauspickt, um damit fuer sich zu werben? ausgerechnet diese sensitive groesse, die alle leute zwangslaeufig auf die palme bringt, wenn sie mit der bahn zu tun haben. weitgehend unbekanntermassen hat die bahn bereits mitte der achziger jahre die imaginaere zeit und die virtuelle zeit eingefuehrt,
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um die fahrbahnplanung, die selbst von supercomputern nicht mehr zu realisieren war, doch noch irgendwie hinzukriegen. virtuelle wartestunden auf dem kalten bahnsteig sind schall und rauch, da sie nur virtuell sind. ein anschlusszug, zu dessen erreichen man runde zwei minuten hat, (wenn man puenktlich ankommt!) verursacht in der realen zeit eine unedlichkeitsstelle im fahrplan, genau dann, wenn der ankommende zug bereits zwei minuten verspaetung hat. zwar hat noch niemals jemand einen zug nur um zwei minuten verspaetet gesehen, aber um das problem wenigstens theoretisch loesen zu koennen, nutzt man die imaginaere zeit, wo die unendlichkeitsstelle verschwindet und nur eine imaginaere wartezeit von 6.02204 * 1023 sekunden entsteht.
die imaginaere zeit kann man auch als normaler mensch leicht verstehen, indem man den kopf um neunzig grad dreht und sich vorstellt, dass sie imaginaere zeit rechtwinklig zur normalen zeit ablaeuft.
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mp3-tag, 16.09.2002
mobilcom ist irgendwie finanziell in einer krise und wird wahrscheinlich in die binsen gehen. unser lieber kanzler greift mal wieder in die geldkatze (sicherlich seine eigene) und macht vierhundert millionen locker. wenn ich das mal vorrechnen darf: bei achzig millionen deutschen sind das fuenf euro pro einwohner, die wir mobilcom mal eben schenken, damit man dort weiter sozialismus spielen kann. was das ganze vor gut zwei jahren bei holzmann gebracht hat, haben wir gesehen. die unternehmen brauchen sich wahrscheinlich in naher zukunft gar keine gedanken mehr ueber irgendwelche finanziellen belange zu machen (aus denen ja meines wissens nach die betriebswirtschafterei zum grossteil besteht), weil das politbuero der sozialistischen republik deutschland ihren kombinaten doch noch immer unter die arme greift wenn sie sich mal um eine halbe milliarde verbilanziert haben. wieso stecken wir nicht der drei-mann-firma um die ecke mal eine halbe million zu, wenn die auftragslage schlecht ist?
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dass mobilcom noch auf finanzielle aussenstaende von schuldnern wartet halte ich dabei fuer eine legende. mobilcom hat sicherlich mehr als eine bank um kredite angegangen, aber die banken sind eben im gegensatz zu unseren
0xFFFF00-nieten
durchaus in der lage, abzuschatzen, ob da gelder zurueckkommen, oder nicht. offenbar haben unsere braven geldhueter nicht ins boxhorn jagen lassen und sich fuer die variante entschieden, auch mal einen pleite gehen zu lassen. aber deutschland ist doch gross, das bisschen haben wir doch glatt uebrig!
ich meine: vierhundert millionen - das ist wahrscheinlich der komplette staatshaushalt eines afrikanischen landes - die werden hier mal eben so gelockert, wenn sich ein paar benzfahrer aus der chefetage vertan haben.
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Samstag, 05.10.2002
hab mal wieder eine echte gehirnblockade - weiss nicht, wass ich hier reinschreiben soll. jedes jahr dasselbe. ob's an der planetenkonstellation zu dieser zeit liegt? zur wahl will ich nichts weiter sagen. als pessimist war mir eh klar, wie es enden wuerde. aber mal was anderes: ich habe in letzter zeit irgendwie probleme mit meinem genick. es tut nicht richtig weh, aber ich SPUERE es. deshalb schlafe ich seit ein paar tagen ohne kissen. genau betrachtet sind kissen auch ziemlicher verschwuchtelt. in alter zeit, als der mensch noch vom tyrannosaurus-rex gejagt wurde, hatte er keine kissen. selbst jene unserer altvorderen, die das schicksal nach russland verschlagen hatte, konnten keinen gedanken an irgendwelchen luxus verschwenden, hatten sie doch den endsieg vor augen. "herr feldwebel, mir geht mein dienstkissen verlustig; ich werde fuer die naechste offensive leider nicht zur verfuegung stehen!" vielleicht war es aber auch so: schliesslich haben wir den scheisskrieg ja auch verloren. genau besehen war unser volk im vorigen jahrhundert nicht gerade mit kriegsglueck gesegnet.
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der letzte krieg, der gewonnen wurde, war der deutsch-franzoesische 1870/71.
ein heroisches zeugnis! leider waren die beiden naechsten versuche eher von minderem erfolg gekroent. logischerweise sind wir mal wieder dran mit dem gewinnen eines krieges. um aber die pechstraehne nicht fortzusetzen und auch der erkenntnis folgend, dass es immer schwieriger wird, kriege zu gewinnen, (zu verlieren sind sie leicht - mittlerweile gehen nahezu alle beteiligten als verlierer hervor) ist unsere regierung misstrauisch geworden, und packt nicht mehr bei jeder feldzugsidee zu, die von bekannten, z.b. den amis, angeboten wird. kriegsschauplaetze gibt's genug (theatre, wie der englander sagt). aber wie auch auf einem marktplatz in afrika die fleischstaende alle fliegenverseucht sind, so sind die verfuegbaren kriegsanbieter nicht gerade erste wahl. sie alle sind weit weg, staubig und trocken usw. nicht das reine urlaubsgebiet. und was will ich damit sagen? ich weiss es selbst nicht!
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Montag, 07.10.2002
heute war uebrigens der nationalfeiertag der DDR, falls ihr euch daran noch erinnert. gestern habe ich im fernsehen gehoert, dass erich honnecker und seine frau ziemlich viel mehr kohle beiseite geschafft haben, als vorerst vermutet. obwohl ich das regime nicht uebermaessig gemocht habe, freut mich diese nachricht, rueckt sie doch das etwas verschobene bild des DDR-politikers als knallroten betonkopf wieder etwas zurecht. es waren halt einfach nur politiker, damals. gleichzeitig muessen wir unseren damaligen potentaten zugute halten, dass die summen, die sie fuer ihre vergnuegungen abgezweigt haben, doch in einem rahmen waren, der sich zumindest nicht - wie bei heutigen betruegereien - im milliardenmasstab bewegten. soviel kohle gab's ja in der ganzen DDR nicht! ausserdem hat das ganze unserm erich nach der wende nicht mehr viel genuetzt, er ist vor wut gestorben. aber das werdet ihr alle und je nachdem, ob ihr in der PDS oder bei den Gruenen seid, werdet ihr in der hoelle schmoren und wenn nicht, dann kommt ihr in den himmel, den himmel der deutschen, wo ihr bis in alle ewigkeit steuerfrei arbeiten koennt, wo der sprit nur einen dreiviertel euro kostet, wie vor der einfuehrung desselben. das argument, dass der einwand gegen den euro aufgrund der gestiegenen preise kleinbuergerliches getue von leuten sei, die zu doof sind, den grossen zusammenhang zu verstehen, lasse ich nicht gelten.
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ich habe zwar keine ahnung von oekonomie, aber dafuer masse ich mir auch nicht an, millionenunternehmen zu fuehren, wie andere spitzenkraefte. leute, die, wie man sich vor augen fuhren muss, von der sache die sie machten, ahnung haben mussten (wer, wenn nicht sie) und die das ganze so grandios in den sand gesetzt haben, dass es nur so quitscht. nun tun sie's nicht mehr und geniessen das, was bei der ganzen sache in aktien rausgesprungen ist.
jemand zockt, natuerlich ganz im rahmen des gesetzlich zulaessigen, ein paar tausend anleger ab das wars. wie soll man es dem kleinen mann verdenken, wenn er fuer sich, die ganz private entscheidung trifft, auch alle anderen abzuzocken, WENN er sie trifft. es ist ja mittlerweile usus, bei einem verkehrsunfall die eigene schuld zu verschweigen und lieber den anderen abzuziehen, auch wenn er eigentlich nicht schuld war. die deutsche rechtssprechung und exekutive hilft dabei. wenn mir mal wieder einer reinfahren sollte, dann werde ich wahrscheinlich gar nicht erst die polizei rufen, denn wenn der unfallgegner betucht und clever genug ist, habe ich, ungeachtet der situation, keine schangs. ich werde ihm dann also gleich den hals rumdrehen, mir die schluessel von seinem (unbeschaedigten) s-klasse-benz schnappen und ueber die franzoesische grenze verduften, um zur fremdenlegion zu gehen.
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Mittwoch, 17.10.2002
was passiert mit unserem planeten? eben habe ich mein bier verschuettet. sehr aergerlich, denn es war noch halb voll! im ersten moment wollte ich aus dem fenster springen, aber ich besann mich innerhalb einer zehntel sekunde (wie ich es bereits seit jahren tue) eines besseren und fing das stuerzende glas auf. so behielt ich einen rest des kostbaren fluidums sowie meine selbstachtung als agent. zunaechst nahm ich an, dass die technik, die etwas von der stromleitenden fluessigkeit abbekommen hatte, funkenspruehend den geist aufgeben wuerde, aber sie tat es nicht. heute habe ich mal wieder im fernsehen eine sendung gesehen. worum es im einzelnen ging, weiss ich nicht, weil ich das fernsehen in letzter zeit eher hoere, als sehe, aber unter anderem erwaehnte man eine anlage in einem oeffentlichen bad, die dort seit 1969 wellen erzeugt und praktisch unveraendert laeuft. in anbetracht dessen wundere ich mich ueber auto-auspuffe, die nach definitiv vier jahren durchgerostet sind. die menschen in meiner naeheren umgebung haben das in den letzten tagen wieder oefters gehoert, aber... ich meine einfach, dass eine zivilisation,
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die angeblich auf dem mond gewesen sein will - sofern das nicht auch eine luege war, wie die erfindung der gluehbirne und der dreissigjaehrige krieg - sollte doch in der lage sein, elementare konstruktive probleme zu loesen. wenn wir uns ueberlegen, wie lange schon autos mit auspuffen gebaut werden, dann muesste diese baugruppe eigentlich ewig halten. die atombombe wurde in wesentlich kuerzerer zeit entwickelt und sie ist sicher komplizierter, als ein auspuff. (man mag einwenden, dass eine atombombe sehr viel kuerzer wirklich in betrieb ist, als ein auto, aber jeder vergleich hinkt, wie wir wissen)
letztens standen zwei ausserirdische vor meiner tuer. ich wusste nicht, wie ich sie am besten begruessen soll, ohne interstellare konflikte heraufzubeschwoeren, aber nachdem wir die brennenden teile der uebriggebliebenen wohnungsausstattung geloescht hatten, kamen wir ins gespraech und ich erzaehlte ihnen von unserer rot-gruenen regierung. sie gaben daraufhin zu meiner ueberraschung ihre invasionsplaene fuer die erde auf, die uebrigens fast identisch mit den vernichtungsplaenen fuer die menschheit waren. selbst diese abartigen bestien empfanden offenbar mitleid mit uns... |
Fr, 25.10.2002 23:08:17
ja, also.. is ja einiges passiert, in letzter zeit. die amis scheinen ihren heckenschuetzen geschnappt zu haben. es ist doch immer wieder schade, dass diese typen stets zur falschen raumzeit zuschlagen. ich kenne einige leute, die einen soliden treffer in den ruecken verdient haetten. was nur dahintergesteckt haben mag? dass die behoerden den mann irgendwann schnappen wuerden, war eigentlich klar, da die amerikanischen behoerden aus amerikanern bestehen, die, wie wir ja aus den entsprechenden filmen wissen, alle mutige und dennoch sensible genies sind. der taeter hingegen ist bestimmt kommunist und noch dazu schwul. eine andere sache ist die, die sich z.z. in dem theater in moskau abspielt. aber so unangenehm die ganze sache fuer die beteiligten auch sein mag, ich neige dazu, die tschetschenen zu verstehen. wie ich die sache sehe, spielen die russen in tschetschenien eine aehnliche rolle, wie damals in afghanistan, sie tun naemlich etwas (was?) an einer stelle auf diesem planeten, an der sie es eben nicht tun sollten. die tschetschenen fuehlen sich gegenueber der russischen militaermacht irgendwie ohnmaechtig. da ist diese aktion aus deren sicht eben doch zu verstehen. aber mal was anderes: heute habe ich was lustiges gemacht. ich habe auf einer workstation den nfs-daemon mit einem offenbar etwas unpassenden parameter gestartet.
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daraufhin startete das programm nicht nur einmal, sondern immer wieder. das letzte, was ich noch tun konnte, war ein ps -edaf und dann waren keine prozess-id's mehr frei. es war also nicht mehr moeglich, die programme zu killen, weil dazu ja ein weiterer prozess noetig gewesen waere. das system stand also einfach. die prozessorlast war vermutlich null, weil ja keiner der prozesse irgendetwas zu tun hatte und speicher war sicher auch noch frei, aber man konnte rein gar nichts mehr anfangen. selbst das herunterfahren des systems erfordert naemlich zunaechst den start von prozessen. also blieb nur der griff zur reset-taste. so etwas kommt also auch bei nicht-microsoft-systemen vor. ein betriebssystem kann ja auch gar nicht alle bloedheiten von nutzern vorhersehen, um sie abfangen zu koennen, denn dazu muesste es inhaerent ueber das wissen um alle moeglichen bedienfehler verfuegen und wuerde davon verrueckt werden, so, wie eine frau, die alle bedienfehler ihrer selbst durch maenner kennt, keine lust mehr auf sex hat. die bereitschaft zum koitus beruht also auf reiner unkenntnis, aber das ist bei maennern genauso. sobald also die menschheit perfektion erreicht hat, und ueber alles wissen verfuegt, wird sie infolge mangelnder penetrationslust aussterben.
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Samstag, 26.10.2002
nun ist die geiselkiste in moskau ja doch schneller beendet worden, als ich gedacht hatte. ob das ergebnis gut oder schlecht ist, laesst sich schwer beurteilen, es haben jedenfalls die weitaus meisten geiseln ueberlebt, und das ist, gemessen an der sonstigen russischen vorgehensweise sehr gut. ich denke da an die sache mit der kursk, als die russen nicht zoegerten, die u-boot-besatzung verrecken zu lassen, aber da handelte es sich ja auch um militaerische geheimnisse. mich wuerde aber mal interessieren, was fuer ein gas in das theater gegeben wurde. war es wirklich ein nervengas? und: wie ist dessen langzeitwirkung? spaetestens seit dem golfkrieg wissen wir ja, dass chemische kampfstoffe oft eine sehr verzoegerte wirkung haben, wie auch die meisten im handel erhaeltlichen mueslies, joghurts, amarettolikoere, alle thueringer biersorten, pds-abgeordnete und freilandeier. ich bin mir auch immer sicherer, dass die geiselnahme von seiten der geiselnehmer eine reine verzweiflungstat war. was moegen die russen nur in tschetschenien wollen? gibt's da etwa oel oder diamanten? die gegend den russischen touris als urlaubsdomizil zu erhalten, kann ebenfalls nicht der grund sein, denn erstens ist die region touristisch eher unerschlossen und das wetter ist auch nicht ganzjaehrig gut - es erinnert wohl eher an ilmenau waehrend seiner warmen tage. mein naechster gedanke gilt den "alpha-truppen", jenen maennern, die in das gebaeude gegangen sind.
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ich halte zwar solche einheiten wirklich fuer noetig, aber ich moechte nicht wissen, was das fuer leute sind, und wie ihre nerven nach zehn solcher einsaetze aussehen. immerhin wurden fuenfzig geiselnehmer von diesen maennern getoetet. wenn man bei einer solchen beschaeftigung nicht zusammenbricht und ein nervliches wrack wird, dann muss man ziemlich abgebrueht sein. das mag noch hinhauen, solange man den job in der spezialeinheit hat, aber ewig kann man das nicht machen und findet sich irgendwann im zivilleben wieder; gegenueber einem sachbearbeiter auf einem der aemter.
aber wahrscheinlich mache ich mir da zuviele gedanken. es gibt sicher viele stellen auf diesem planeten, an denen regierungen von schurkenstaaten(*) gebrauchte russische alpha-maenner mit mehr oder weniger schweren tics recyclen und fuer den kampf gegen den westen wiederverwerten. die leute muessten dafuer nicht einmal einer gehirnwaesche unterzogen werden, denn gegen die usa sind sie ja sowieso. das ist uebrigens auch eine potentielle schangs fuer euch, wenn ihr euern letzten bankueberfall oder eine halblegale finanztransaktion vom firmenkonto auf euer eigenes vergeigt habt, die oma einfach nicht sterben will oder, noch schlimmer, nur noch kriegsanleihen von 1936 im schubfach hatte, ihr ein organ verscherbeln wollt, aber zuviel quecksilber beinhaltet. ein vorteil ist auch, dass ihr euch dann die rentenbeitraege sparen koennt.
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dienstag, 29.10.2002
mal eine frage an die wissenschaft: wenn ich eine tonne atommuell in ein bergwerk, sagen wir: 1000 meter tief einlagere, wieviel von der strahlung kommt dann oben an? mein alter physiklehrer aus abizeiten (friede seiner asche, wenn er es bereits geschafft haben sollte - ansonsten: steuererklaerung machen!) sagte immer, dass dies ausschliesslich von der masse der dazwischenliegenden materie abhaenging sei. aber selbst mit meinen spaerlichen kenntnissen wird mir nun, jahre spaeter, klar, das das quatsch ist, denn gamma-strahlung besteht aus quanten, und diese werden von den elektronen der entsprechenden elemente verschieden gut absorbiert und zur eigenen anregung genutzt. mir geht es ja genauso. auch ich nutze beispielsweise das broadcast-angebot der tv-umweltverschmutzer nicht immer zu meiner anregung, sondern meistens, um mich darueber aufzuregen und schwachstellen an anderen leuten zu finden, die ich zu meinem eigenen triumph ausnutzen kann. der psychologe nennt diesem mechanismus schlicht "projektion" und ich bin damit nicht allein,
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sondern teile diese hervorragende eigenschaft mit solch wichtigen groessen wie hitler, mussolini und den meisten abgeordenten der PDS. was mich aber ganz eindeutig ueber diese ganzen armen psychopathen erhebt ist, dass ich zusaetzlich noch eine nicht unerhebliche masse an exhibitionismus in mir trage, sonst wuerde ich dieses heikle thema nicht so offen ansprechen. diese taktik der "flucht nach vorn" aber macht mich praktisch unangreifbar, denn niemand wagt es, jemand anderen wegen etwas zu kritisieren, was dieser bereits in selbstkritik getan hat. die idee zu dieser coolen psychischen abartigkeit stammt aber nicht von mir, sondern von elbrand kohn, dem allseits bekannten morbidophilen nekrosophen. er hat sie bereits 1998 in seinem fundamentalen werk "das ich und das es" schluessig dargelegt. manche leute behaupten, das ganze sei von vorn bis hinten von sigmund freud abgeschrieben. diese moeglichkeit waere aber nicht so schlimm, wie die zweite, naemlich, dass das ganze aus kohn's eigener feder stammt!
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dienstag, 04.11.2002
hm hm hm - mal wieder habe ich mich ins mediale souterrain begeben. es ging um das neueste baby der japaner, naemlich ihren supercomputer - der sog. "earth simulator" vielleicht koennen sich die japaner damit endlich ausrechnen, was fuer ein verdrehtes volk sie sind, was aber nicht abwertend gemeint ist. neben verschiedenen informationen darueber, was das geraet so alles kann, z.b. eine kleinstadt beheizen, fielen auch paar worte ueber die kosten, die sich auf viehundert millionen dollar belaufen, was ziemlich genau die summe ist, die unser geschaetzter kanzler unlaengst einer nicht weiter zu erwaehnenden firma in den rachen geschmissen hat. wenn ich das mal so ausdruecken darf: mit dieser kohle haetten wir uns auch so einen computer kaufen koennen, mit einem unterschied: den computer haette man wirklich NUTZEN koennen, z.b. um rechenzeit an politiker zu verkaufen, die sind ja bekanntlich sehr berechnend. (<- starker kalauer, was?) bereits mit laeppischen hundert millionen mehr, und die bezahlt s. aus der kaffeekasse, waere es moeglich gewesen, einen viel cooleren computer zu bauen, als ihn die japaner haben. aber nein - die schangs ist vorbei. ich sage euch: diese UMTS-kiste kommt uns teurer zu stehen als der erste weltkrieg. als naechstes muessen wir gema-gebuehren fuer den kopierschutz der UMTS-lizenzen bezahlen. aber mal was anderes: ich habe gestern einen kurzen ausflug in die gefilde von windows 2000 server gemacht - war ganz interessant aber letzten endes nicht so ueberzeugend. als naechstes: BeOS - der name scheint von Kohn-OS abgekupfert zu sein - und wirklich: Kohn-OS ist aelter! BeOS, erinnern wir uns, wurde von einigen genialen cracks als multimedia-betriebssystem konzipiert, mit dem sich problemlos mehrere videos abspielen lassen sollten.
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ich habs bereits vor eineinhalb jahren ausprobiert, und war damals ziemlich enttaeuscht, denn mit dem abspielen simpler mpg-videos war's nix. aber nun, nach der pleite der produzierenden firma (grinst da jemand haemisch?) gibts ein neues release und das wollte ich mir
, als alter forscher, nicht entgehen lassen. nun, die installation war sehr einfach - ich habe mir eine boot-cd erstellt, was dank der guten beschreibung kein problem war. dann reingeschmissen und das zeug installiert. zum schluss beantwortete ich die frage, ob ich den beos-bootmanager installieren will, mit "nein". ein fehler, wie sich bald herausstellte, denn nun war es leider nicht mehr moeglich, das goettliche compilat zu booten. die option, nach dem booten von cd auf das bereits installierte system umzuschwenken, vermisste ich leider auch. also noch einmal installieren, dieses mal mit bootmanager, der aber, das muss ich sagen, alle weiteren systeme erkannt und einband. die grafik funktionierte auf anhieb. der sound nicht, und es gelang mir leider auch nicht ihn anzuregen. dann packte mich der gedanke, zwei videos auf einmal anzusehen, der ton ist eigentlich auch nicht so wichtig, weil die meisten dialoge sich doch eher auf kellerasselhorizont bewegen. es ging! dann habe ich noch die netzwerkkarte eingestellt und anschliessend das system plattgemacht. mit windows konnte ich uebrigens auch zwei filme gleichzeitig ansehen. also gerechterweise muss ich sagen, dass die beos-leute schon wesentlich weiter sind, als noch vor zwei jahren, zumal sie das jetzt ja wohl irgendwie ehrenamtlich machen. sie sind jedenfalls schon betraechtlich weiter als die foellich verstoerte Kohn-OS crew, denn BeOS bootet ja offensichtlich, was Kohn-OS nicht tut.
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donnerstag, 27.11.2002
folgendes habe ich unlaengst in einem fremdwoerterbuch gefunden:
Moun|tain|bike <[mauntenbaik] n.; -s, -s> Sportfahrrad mit Profilreifen für Geländefahrten.und gleich darunter: Mouse <[maus] f.; -, Mice [mais] EDV> auf Rollen gelagertes Eingabegerät, dessen Bewegungen auf einer Arbeitsplatte direkt in Bewegungen des Cursors auf dem Bildschirm umgesetzt werden, Maus [engl.»Maus«]es wird nicht mehr lange dauern, bis sich auch heute noch scheinbar alltaegliche woerter wie "schaufel" und "tasse" darin finden werden, denn dann sind die menschen eben noch weiter verbloedet. aber mal was anderes: vor spaniens kueste ist ein tanker untergegangen. die menschheit spaltet sich nun in zwei teile: einen teil, der sagt, man haette den pott in eine bucht schleppen sollen, der andere, der meint, es waere so besser gewesen. ich kann es, ehrlich gesagt, nicht einschaetzen, denn das ganze hat mehrere aspekte. bei der ersten variante (die mit der bucht) wird zwar weniger kueste verseucht, aber es kann mehr oel ins grundwasser geraten. ausserdem konnte niemand vorher wissen, dass das ding auseinanderbrechen wuerde. (darauf komme ich noch) so gesehen, war es aus der damaligen sicht, als das schiff noch im ganzen war, eine vernuenftige entscheidung, das schiff von der kueste wegzubringen und auf hoher see leerzupumpen. |
haette es einer der verantwortlichen in eine bucht bringen lassen, so haette jeder geschrien, dass dies unverantwortlicher leichtsinn sei. gleichzeitig haette niemand ein jota auf den hinweis gegeben, dass ein auseinanderbrechen zu befuerchten sei. wie auch immer, nachfolgende generationen werden vielleicht erfahren, wie es war. interessanterweise erfahren immer erst fruehestens die enkel ein stueck wahrheit ueber irgendetwas. nehmen wir die von den italienern entwickelte und von den englaendern geklaute dampfmaschine, die entfuehrung der Titanic durch die russen oder die erprobung des ersten thermonuklearen taschenwaermers 1909 an der tunguska... die zeitgenoessischen ereignisse stellen sich fuer die zeitgenossen meist langweilig dar, weil keine informationen da sind. wenn wir heute die wahrheit ueber etwas hoeren, was sich vor hundert jahren ereignet hat, dann mag dies interessant sein, es speist aber allenfalls unseren voyeurismus, denn aendern koennen wir nun am verlauf der sache nichts mehr. was mich aber, technisch gesehen, sehr interessiert haette, ist, warum das schiff ueberhaupt leckgeschlagen ist und auseinanderbrach. man sollte meinen, dass gerade supertanker recht solide gebaut sind. vielleicht sind ja die angeblich von den deutschen versenkten schiffe im zweiten weltkrieg gar nicht versenkt worden, sondern einfach auf hoher see auseinandergebrochen. das neueste sind einige bombenanschlaege von arabisch aussehenden maennern. (wohlgemerkt: ich spreche nicht von arabern!) in ein paar jahren werden maerchen so anfangen: "zwei arabisch aussehende maenner sitzen abends in einer bar und sprechen ueber blumenzucht." das kann nur ein maerchen sein. |