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Donnerstag, 03.12.2002
man nehme:
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dieses mal genau zielen, damit sie es nicht fuer spass halten. ausserdem werden die reihen nun gelichtet sein, so dass beim ungezielten schuss u.U. niemand getroffen wird! wenn das fleisch bereits zart ist, kann der deckel geoeffnet werden und der baer wird eine weitere halbe stunde, unter regelmaessigem bestreichen mit salzlauge, schoen braun gebraten. anschliessend empfiehlt die etikette, ein eukalyptusblatt ins geoeffnete geaes des bratens zu legen. dazu empfehle ich einen merlot und etwas salat. unmittelbar vor dem essen sollte aber noch ein schluck wein getrunken und einige schuesse auf die bis dahin noch anwesenden demonstranten abgefeuert werden. lehren Sie die bande mores! leider wird es bei der derzeitigen wirtschaftslage nicht vielen leuten vergoennt sein, einen leckeren koala-baeren zu geniessen, denn es gibt nicht mehr viele und die biester weigern sich standhaft, sich in gefangenschaft zu vermehren, was die intensivhaltung in kaefigbatterien unmoeglich macht. koalabaeren sind teuer und sie werden teurer, also haltet euch ran! fuer alle, sich keinen eigenen koala zu weihnachten leisten koennen: ihr seid auf dem absteigenden ast. ihr seid die, die immer aermer werden, die den staat aber auch am meisten kosten, denn ihr wollt rente, arbeitslosengeld usw. leute wie ihr taetet gut daran, euch einen strick zu kaufen, oder, wenn ihr selbst dafuer keine kohle mehr habt, mietet ihr euch einen. ( --> geschaeftsidee: strick-sharing - der lebensmuede mietet einen strick, bezahlt natuerlich vorher und dieser wird post mortem gereinigt, um der hygieneverordnung zu genuegen, und einer erneuten verwendung zugefuehrt. aufgrund der tendenz dieser idee, das soziale netz spuerbar zu entlasten, sind ausserdem steuererleichterungen zu erwarten). |
Sonntag, 15.12.2002
mal wieder haben es zwei seefahrer geschafft, ihre schiffe gegeneinander zu fahren. das eine schiff ist mitsamt zweieinhalbtausend neuwagen gesunken. vermutlich waren die dinger schlecht verkaeuflich, aber dafuer hoch versichert. ausserdem waren noch zweitausend tonnen oel an bord. ausserirdische, die uns mit sicherheit beobachten, werden sich langsam wundern, warum der mensch das oel aus den tiefen der erde holt, um es hernach oben wieder in grossen mengen auszukippen. (wenn diese maechtigen aliens dann in der annahme, uns damit eine freude zu machen, 6.022*1023 kubikmeter rohoel ueber die erdoberflaeche verteilen, duerfen wir uns nicht wundern!)
vielleicht war das ganze aber gar keine absicht, sondern wirklich ein versehen. wie auch immer, die kapitaene der beiden seelenverkaeufer, leute, die ihre patente vermutlich an einer dunklen strassenbiege und im tausch gegen eine niere erstanden haben (selbstredend keine eigene!) - diese beiden trunkenbolde also haben in nicht zu ueberbietender kreativitaet listigerweise die ausrede ersonnen, dass dort zum zeitpunkt des missgeschicks nebel geherrscht habe. wahrscheinlich haben die beiden deppen daraufhin gehofft, vor den augen der weltenbuerger freigesprochen zu werden, denn da der mensch nicht durch den nebel hindurchsehen kann, muessen vehikel jeglicher art zwangslaeufig zusammenstossen, wenn sie durch nebel fahren.
wir sollten aber ueber die beiden trottel nicht lachen, denn ein grosser teil der siebentausend verkehrstoten in deutschland entsteht, wenn mitten in einem der wintermonate ueberraschend und unerwartet nebel ueber einer autobahn auftaucht
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und die kampfpiloten unter uns
stoisch mit unverminderten zweihundert km/h weiterfahren, bis sie -vielleicht- vehement gestoppt werden.die braven nehmen die kohnsche relation zu woertlich, nach der die unfallwahrscheinlichkeit reziprok proportional zur geschwindigkeit des die risikostelle passierenden fahrzeugs ist. kohn sagt in seinen postulaten nichts genaues ueber die letalitaetsrate aus!
netterweise muss aber gesagt werden, dass der einbau von radargeraeten in kfz heute noch eher unueblich ist.
ich denke mir, dass dieselbe daemliche ausrede wie die unserer beiden spezialagenten, schon den alten wikingern zu ihrer entlastung diente, wenn sie ein entsprechendes boot gehimmelt hatten, und kurz bevor sie vom rest des erbosten stammes in stuecke gerissen und gefressen wurden. man sollte dasselbe heute mit den kapitaenen und eignern entsprechender schiffe machen; - bis auf das fressen vielleicht. wie navigieren denn moderne schiffe? nach der erfindung des radar vor nicht ganz sechzig jahren sollte dieses recht nuetzliche geraet heute eigentlich zumindest in jedem groesseren schiff vorhanden sein. also war es kaputt, ausgeschaltet oder es hat lange zeit niemand nachgesehen, ob schiffe in der naehe sind. ich frage mich, was wohl passieren wuerde, wenn ich mich ploetzlich auf der bruecke eines solchen schiffes wiederfinden wuerde. ich habe ja von der seefahrt keine ahnung, aber ich vermute trotzdem, dass ich es kaum wuerde schlechter machen koennen, als diese beiden spezialisten. schlimmstenfalls wuerde ich eben das schiff versenken.
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Mittwoch, 18.12.2002
ich habe mal wieder kylix ausprobiert. www.borland.com es ist ungefahr ein jahr her, seit ich es das erste mal versucht habe.
damals war mein fazit nicht besonders gut, denn das ganze lief sehr langsam, instabil und es erzeugte beim start jedes erzeugten programmes eine beschissene hinweismeldung. ausserdem war ein umstaendliches hantieren mit diversen registrierungscodes, schluesseln usw. noetig.
ich denke mir, dass das gebaren borlands fuer jemanden, der eine entwicklungsumgebung auf dem markt etablieren will und dafuer auch noch geld verlangt, (296 euro fuer die standardversion) etwas seltsam anmutet. den open-source-entwicklern, deren produkte mitunter auch so ihre macken haben, kann man keinen vorwurf machen, denn sie tun die arbeit ehrenamtlich. fuer ein kommerziell vertriebenes produkt machte kylix damals aber einen zu unprofessionellen eindruck.
heute ist uebrigens mein linux eingefroren ich musste auf die -> reset-taste(!) druecken. aber der fehler muss offensichtlich bei mir gelegen haben, denn linux ist bekanntlich stabil, da braucht man nur einen der linux-"cracks" zu fragen... aber zurueck zum thema: ich hab mir abermals die open-edition von kylix -version 3- besorgt und es installiert. dann war ich pflichtgemaess auf der borland-webseite,
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habe mich durch die idiontischen fromulare gewuehlt, die mir jeden frage dreimal gestellt haben und einen registrierungs-schluessel erhalten. beim ersten start von kylix eroeffnete sich denn auch eine box, die mich darauf hinwies, mich zu registriegen - allein es fand sich keine moeglichkeit den scheiss-schluessel einzutippen. nach abermaligem click auf "next" teilte mir das geniale programm wahrheitsgemaess mit, dass die registrierung gescheitert sei und beendete sich. der programmierer wird also als erstes vor eine nicht leicht zu knackende nuss gestellt. nach einigen versuchen bekam ich kopfschmerzen und durchfall, die aber nicht unbedingt kausal mit der misslungenen registrierung zusammenhaengen muessen. also eine entwicklungsumgebung, mit der sich keine programme entwickeln lassen, das kriege ich wahrscheinlich gerade so auch noch hin. klasse gemacht, leute. wenigstens in der Open-Edition, die ja sowieso kostenlos und um ueber die haelfte funktionsreduziert ist, haettet ihr diese registrierung weglassen koennen, wenn der mist schon nicht funktioniert! also so wird das sicher nichts, leute...
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Freitag, 27.12.2002
weihnachten haben wir ja nun ueberstanden, silvester steht bevor. was uns der jahresumbruch bringen wird, weiss ich im grossen und ganzen bereits: maechtig viel bier und pyrotechnische erzeugnisse. knaller kaufe ich nicht mehr, denn ich habe bereits dem klang einer DM54 gelauscht - wer beim bund war, weiss, wovon ich spreche. eine fuge von bach ist zwar auch nicht schlecht, haelt aber den vergleich zu einer DM54 nicht aus. dieses erlebnis veraendert einen und man ist danach nicht mehr derselbe. in erster linie, was das hoervermoegen angeht, aber die normalen knaller bringen es eben nicht mehr. das einzige, was mich noch reizen koennte, ware, zu silvester eine echte mine zu zuenden. wir wissen doch alle, dass das nicht geht; man koennte mich fuer einen muslimischen extremisten halten. dann nehmen womoeglich die amerikaner ploetzlich diplomatischen kontakt zu mir auf und schicken mir geld!
nachdem sich dann die haelfte des deutschen volkes in die luft gesprengt haben wird, kommt der naechste schlag: pfand auf bierdosen. was denken sich unsere braven potentaten wohl dann aus? eine wichs-steuer? eine abgabe fuers pissen in oeffentlichen gebaeuden? wie sollen wir das mit dem dosenpfand nur machen? ein blitzkrieg waere mir da wirklich lieber, denn der kommt billiger, und man hat mehr davon, naemlich unter umstaenden raum im osten und viele, viele kriegsgefangene. der wermutstropfen ist, dass wir zumindest, bis wir den krieg gewonnen haben, arabisch lernen muessen, um die arbeitskraefte anzuleiten; aber durch fuenfmaliges beten pro tag wird die effektive arbeitszeit doch sehr geschmaelert. und vielleicht verlieren wir den scheisskrieg auch, - nicht durch unsere schuld, sondern durch das gesetz der serie, was vielleicht auch unser OKW von einem angriff abhaelt. dann finden wir uns alle in einer koranschule in der saudischen wueste wieder und muessen in sechs wochen den koran auswendig lernen.
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wer's nicht schafft, der wird getrocknet und geschrotet und zu einer antisemitischen zaubermedizin verarbeitet, die dann mit erbeuteten CH-53 hubschraubern der ehemaligen bundeswehr ueber jerusalem ausgekippt wird. nachdem unsere bunte regierung vor einem knappen halben jahr noch strikt einen krieg ablehnte, kann sich unser guter joschka nun auch mit dem gedanken anfreunden, den kriegseintritt zu unterstuetzen. in einem viertel jahr wird uns auch eine teilnahme nicht mehr so abwegig erscheinen, wie noch vor ein paar monaten und ende 2003 treffen wir uns alle zum grossen World-War-II-Revival in afghanistan mit dem titel: "WW 3.0 - jetzt erst recht!" man kann unseren weisen staatsoberhaeuptern ja so manches nachsagen, aber eines sind sie gewiss: entscheidungfreudig und auch uebermaessige konsequenz zaehlen sie nicht unbedingt zu ihren schwaechen. so wie der hund hinter der wurst herrennt, tun es nun wir deutschen mit sechs wochen verspaetung hinter den weltpolitischen entscheidungen der amis. es macht naemlich eindruck, sich zunaechst gegen den grossen bruder zu stellen (das demonstriert das vorhandensein des nicht vorhandenen rueckgrats), um dann, nach ein paar tagen, wenn sich der mob wieder fuer wichtigere dinge wie GehZettEssZett und PoppStars interessiert, leise auf das uns predefinierte fahrwasser umzuschwenken. am liebsten wuerde unser kleiner, jetzt nur noch schemenhaft-gruener (ehemals knallroter) aussenminister vielleicht verkuenden, dass wir sofort mitspielen, um endlich mal vom ami fuer voll genommen zu werden, aber eben das scheitert an der nicht vorhandenen armee, die ja vor nicht allzulanger zeit von derselben leuten, die jetzt am druecker sind, auf das niveau einer pfadfindergruppe zurechtopponiert wurde. aber es geht diesbezueglich aufwaerts, kann ich verkuenden: es wird jetzt massig gespaart und in ein paar jahren, wenn keine renten mehr gezahlt werden, dann ist auch genug zaster fuer eine schoene armee da.
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Mittwoch, 01.01.2003
das neue jahr hat begonnen. ich habe heute den kriegsschauplatz in braunschweig besichtigt. es war kalt in der stadt, nebel- oder rauchschwaden zogen durch die strassen, (merkt ihr, dass ich versuche, ein bild zu zeichnen?) ein brennender papierkorb, menschenleere strassen (und das kurz nach mittag!) - ueberall die truemmer der verwendeten munition. das einzige, was noch fehlte, um das bild entgueltig abzurunden, waeren pferdekadaver, die beine 'gen himmel streckend, gewesen, aber wir sind leider nicht im krieg, deshalb bekommen wir keine solch ausdrucksstarken bilder zu sehen.
ich schlenderte in der frommen hoffnung eine verlorene brieftasche mit .. na, sagen wir: tausend euro zu finden, ueber den platz vor dem rathaus und begutachtete nebenbei die zerbrochenen flaschen, die ueberall herumlagen. ploetzlich fesselte eine taube meinen blick, die seltsam verrenkt mit dem schnabel im eis lag und sich auch nicht ruehrte, als ich mich vorsichtig naeherte. "vollkommen betrunken - selbst jetzt noch!" schoss es mir durch den sinn, auch tauben lassen sich im laufe der evolution zunehmend gehen und verlieren vollkommen ihre selbstbeherrschung. angekommen drehte ich den reglosen vogelkoerper mit dem schuh herum und bemerkte bei einer kurzen aeusseren leichenschau eine penetration am rechten thorax und einen verletzten fluegel. offenbar wurde die armselige kreatur zu mitternaechtlicher stunde von einer boden-luft-rakete getroffen, woraufhin sie abstuerzte und schliesslich verstarb. ich konnte nur noch fuer ihre arme gurrende seele beten und hoffen, dass sie gleich beim einschlag der rakete ihren geist aufgab und nicht zuviel litt. gleichzeitig gingen mir aber auch einige andere und eher unerfreuliche szenarien durch den kopf, denn es mag so gewesen sein,
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dass der dumme vogel durch den treffer zwar die flugfaehigkeit einbuesste, nicht jedoch das bewusstsein. und wenn auch das harte strassenpflaster nicht toedlich gewesen sein mochte, dann aber auf jeden fall die vernehmung durch umstehende, betrunkene passanten und, nicht zuletzt, die klirrende kaelte. wie ich so sinnierend neben dem kadaver stand und sich mir ein frischgezapftes in 3-D-qualitaet vor meinem inneren auge drehte, stellte ich mir vor, wie das von der evolution abgeschriebene federvieh punkt 00:00:00 ueber den rathausplatz flatterte, die "patriot"-rakete hinter sich bemerkend verzweifelt, vergeblich versuchte, dem geschoss auszuweichen, loopings flog, kreise und spiralen, und schliesslich, mit erlahmten fluegeln, doch noch getroffen wurde. da ich sensibel bin, weinte ich leise und stellte mir dieselbe taube gebraten vor. ihr tod haette dann einen sinn gehabt - zumindest fuer mich. leider konnte ich mir das ganze nur sehr langsam vorstellen, da das immer noch rotierende, mittels echtzeit-raytraycing dargestellte bier einen grossen teil der cpu-kapazitaet meines gehirns verbriet. auch der brutzel-sound der garenden taube geriet eher stockend; ein rotierendes stueck butter ist zwar ressourcensparender darzustellen, aber eben weniger anregend. an dieser stelle moechte ich darauf hinweisen, dass puenktlich zum jahreswechsel in den einschlaegig bekannten vertriebszentren die neue KohnOS-version 0.67c erhaeltlich ist. zwar bootet auch diese version nicht selbst, aber zumindest wurde die voellig fehlerhafte dokumentation um wesentliche, weil falsche teile reduziert. nachdem der launch im jahr -47 (eigentlich war es 2001) aufgrund eines dummen variablenueberlaufs voellig in die binsen ging, versucht man bei der KohnOS Inc. nun, sich mit dieser neuen version ins knie zu schiessen. hoffentlich ohne erfolg!
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Freitag, 07.01.2003
gestern habe ich mal wieder eine besonders schoene reise mit der deutschen bahn hinter mich gebracht. in erfurt hatte ich elf minuten zeit zum umsteigen. ausserdem musste ich mir dort noch eine fahrkarte besorgen. der triste ort in deutschen bahnhoefen, in denen reisende zum ersten mal ihren glauben verlieren, wird "reisezentrum" genannt. man stellt sich dort an, wartet eine weile, und rennt dann, ohne einen fahrschein erworben zu haben, zum zug. auf dem weg zum grab meiner letzten kroeten wunderte ich mich bereits ueber die seltsamen leute, die ueberall herumstanden und mich, als ich meine schritte in richtung des reiszentrums lenkte, haemisch angrinsten. die schlangen an den fahrkartenschaltern der bahn sind mittlerweile legende. an den normalen schaltern war jedes bemuehen unnuetz. eine lange reihe zombies verstellte mir den blick auf die untoten hinter den schaltern. manche passagiere in spe schienen bereits seit einer geraumen weile anzustehen. sie waren von leeren verpflegungspackungen umgeben, spinnweben zogen sich zwischen ihnen hin und ein ungluecklicher, der offenbar eines toilettenbesuches wegen die schlange verlassen hatte und so seinen platz verlor, wand sich schreiend und dem wahnsinn nahe inmitten des wartesaals. das ganze szenario machte einen ueberaus bedrueckenden und deprimierenden eindruck auf mich und ich vermochte mir das bild vorzustellen, das napoleons truppen bei ihrem rueckmarsch aus russland geboten haben muessen. manche der wartenden standen offenbar auch, wie sich am zustand mancher skelette erkennen lies, bereits seit damals hier. ich war mir alsbald im klaren, dass ich in den noch verbliebenen neun minuten in dieser schlange nichts erreichen wuerde. ich begab mich deshalb zum expressschalter, dem ort im hades also, an dem der reisende im seltsamen glauben daran, hier vor erreichen des gesetzlichen rentenalters abgefertigt zu werden, freiwillig auf jeglichen service verzichtet. vor mir standen drei weitere opfer des transportmolochs, die ebenfalls innerhalb der naechsten minuten ihrem zug entsagen sollten. nach fuenf minuten hatte noch nicht einmal der erste in der reihe seinen fahrschein erhalten; er kniete wimmernd und die haende ringend vor dem schalter und schluchzte etwas von "..abfahrt vor zwei minuten..". angewidert von soviel haltungslosigkeit und mangelndem mannhaften benehmen wandte ich mich ab und begab mich zu DEM fahrkartenautomaten. im zuge der personalreduzierung bei der bundesbahn verloren viele beamte, die bis dahin mit der bedienung der stets unzufriedenen, frierenden, ueber zu hohe preise, verspaetungen, hitze, ueberfuellte zuege, gestank, zugausfaelle, die regierung, inkontinenz, zu hohe steuern, dreckige klos und eben das unfreundliche personal meckernden kundschaft beschaeftgt waren, lohn und brot.
wohin sie verschwunden sind ist ungewiss; man munkelt aber, sie seien samt und sonders in den rotgluehenden kesseln des ICE3 verheizt worden. diese braven schalterknechte, die fuer das ganze unheil ebensowenig koennen, wie der einfache soldat fuer den letzten krieg, waren aber fuer die hege und das haetscheln der obig erwaehnten unverschaemten reisenden, ohne die sich der ganze bahnbetrieb uebrigens wesentlich ordentlicher abspielen wuerde, dringend notwendig.
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noch vor einem jahr hiess es, sie seien durch automaten ersetzt worden, die weniger kosteten, mehr menschliche waerme rueberbringen und schneller sind. nun, aus heutiger sicht, ergibt sich der eindruck, dass die belegschaft der bahn ersatzlos entsorgt wurde, denn die anzahl der vorhandenen automaten steht in keinem verhaeltnis zu der der abgaengigen leute. in erfurt beispielsweise fand ich genau zwei automaten. einen in unmittelbarer naehe des beruechtigten reisezentrums, zu dem ich mich denn auch begab, der andere an einem unheimlichen ende des bahnhofs, das noch aus dem mittelalter zu stammen scheint und besonders zugig ist. ich rede hier uebrigens von den automaten, die bargeld akzeptieren. diese haben aber den nachteil, dass man keine fahrkarte zu einem beliebigen endpunkt bekommt, sondern nur zu einer bestimmten auswahl von fahrtzielen, so dass man auf laengern reisen die prozedur wiederholen muss, und sich gewissermassen fahrscheinmaessig an der route entlanghangelt.
die grossen, roten kollegen, an denen man nach verpasster abfahrt des geplanten zuges eine neue verbindung bekommt, verlangen eine visa- oder mastercard oder wahlweise einen goldbarren, den man an der trapezfoermigen klappe unten einschieben kann. ich habe keines von dreien und deshalb muss ich mich mit der bargeldfaehigen version rumaergern. es eruebrigt sich wohl, zu erwaehnen, dass auch vor diesem einarmigen banditen eine schlange war. sechs minuten vor abfahrt meines zuges war im am druecker und schob vorsichtig meinen fuenf-euro-schein in den schlitz. zwei euro-fuenfzig, die ich in muenzen zu bezahlen gedachte liessen sich dann aber leider nicht in den muenzschlitz schieben, denn dieser war verriegelt. nunmehr hatte ich fuenf minuten und rannte nach abbruch der transaktion zu dem anderen automaten, den ich auch auf anhieb fand. hier konnte ich zwar einen fahrschein erstehen, doch meinen wunsch, vor fahrtantritt noch etwas essbares einzuwerfen, musste ich leider aufgeben, denn am einzigen, geoeffneten fressstand im bahnhof wartete eine schlange von todesentschlossenen leuten. den weg vors bahnhofsgebaeude scheute ich, denn mir blieb zuwenig zeit und meine faehigkeiten, mich schneller als das licht zu bewegen, haben sich seit einem jahr nicht wesentlich verbessert. also sprang ich mit letzter kraft ohne etwas im magen, ohne eine einzige flasche bier in den zug und fuehlte mich krank. nach knapp zwei stunden hatte ich in halle dasselbe nocheinmal - kein zweites gesicht, sondern blanke, entsetzliche realitaet, mit dem einzigen unterschied, dass ich den hallenser bahnhof nicht so gut kenne, wie den in erfurt. ich verlor das spiel, es gelang mir nicht, einen fahrkartenautomaten aufzutreiben. mittlerweile bilden sich an allen fahrkartenschaltern im deutschen reich schlangen. die spoettische bemerkung, dies sei ein ostdeutsches relikt, ist nunmehr falsch. auch die bahn hat den psychologischen wert der schlange erkannt, denn nur nach sehr begehrten waren stellen sich die menschen derart an. wenn also irgendwo eine schlange ist, dann muss es dort auch etwas sehr gutes geben. die bahn will also ihre fahrkarten kuenstlich verknappen, um die nachfrage zu erhoehen! schliesslich aber gelang es mir trotz aller bemuehungen der bahn, mich davon abzuhalten, braunschweig zu erreichen. ich schmiss noch schnell einen alten radreifen aufs gleis und verliess dann fluchtartig den entsetzlichen ort.
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Samstag, 01.03.2003
was wird nun passieren? wie gehts weiter? da soll sich noch mal jemand beschweren, dass das reale leben nicht spannend sei. zur astreinen grafik und der perfekten 3d-animation gesellt sich nun, in anbetracht der aktuellen politischen situation, ein element der spannung, das den vergleich mit hochwertigen simulationen nicht zu scheuen braucht. ich muss auch zugeben, dass ich ueber unsere regierung erstaunt bin. ich haette nicht gedacht, dass sie gegen die amis soviel rueckgrat entwickeln wuerden. angela merkels kniefall und ihre argumentation waren aber mal wieder ein echtes highlight. so gesehen ergaebe sich die frage, ob man einen krieg fuehren sollte gar nicht, denn, ganz klar, man fuehrt ihn ganz einfach und danach ist dann wieder frieden. ich mag den irak ja auch nicht besonders und den iran ebensowenig, denn das, was ich von diesen laendern so hoere, ist eben nicht gerade geeignet, mich von einer reise dahin zu ueberzeugen. aber einen krieg wuerde ich deswegen nicht fuehren, denn wenn einige zehntausende gestorben sind, entschliessen sich die haeuptlinge doch zu verhandlungen und der krieg wird beendet - nicht durch militaerische notwendigkeit gezwungen, sondern durch den oeffentlichen druck, aber der kommt eben nicht von allein, sondern er muss durch das opfer von ein paar tausend leuten angestossen werden. was mich vor allem interessieren wuerde: wie rechtfertigten die usa diesen krieg, nachdem im golfkrieg 1.0 dasselbe szenario schon einmal da war. das wirft zwei fragen auf: (1) was soll jetzt anders gemacht werden und (2) warum hat man das nicht damals schon gemacht? es muss auch in der ersten runde schon leute gegeben haben, die der meinung waren, dass dieser krieg noch nicht zuende ist. es gab eben eine zehnjaehrige unterbrechung. ob die soldaten, die damals dabei waren, immer noch vom sinn ihrer mission ueberzeugt sind? nun scheinen die irakis ja ihre raketen vernichten zu wollen. wenn sie es ernst meinen, dann kommen sich die amis ziemlich verarscht vor, denn dann ist ihr aufmarsch umsonst gewesen. die iraker haben fuer die amis dann immense kosten verursacht und selbst nichts weiter investiert. jetzt zerflexen sie vor laufender kamera einige raketenattrappen, die welt gibt ruhe und saddam kann weiter seine leute aufhetzen. gestern kam mal wieder eine sendung, in der der bombenterror im zweiten weltkrieg kritisch betrachtet wurde, also inwieweit er noetig und berechtigt war. selbstverstaendlich waren selbst die damaligen alliierten betroffen und gaben zu, dass ihnen nicht bewusst gewesen sei, dass zivilisten gebombt wuerden. |
in anbetracht der damaligen zerstoerungen stellt sich die frage, ob die bombenangriffe kriegsverkuerzend gewirkt haben eigentlich gar nicht. in einer zerstoerten fabrik kann man keine waffen herstellen und das volk wird auch nur dann kriegsmuede, wenn der krieg vor der haustuer steht. ich glaube, ohne die luftangriffe, haetten die deutschen noch ewig krieg gespielt. der zweite punkt ist folgender: wenn ein land krieg fuehrt, dann tun das regierung und militaer im allgemeinen mit der zustimmung des volkes und nicht gegen dessen willen. somit traegt das volk auch schuld an dem krieg und ist nicht etwa unschuldig daran. da bei den gegenschlaegen auch kinder umkommen, die ja nun definitiv noch keine politische oder irgendwie geartete entscheidungsgewalt haben, stellt sich die frage: wann, ab welchem lebensalter beginnt ein mensch, an der kollektiven schuld seines volkes teilzuhaben? ich weiss nicht, wie ich's beantworten soll.
ich habe ja an der kollektiven schuld der deutschen am holocoust teil, obwohl das ganze bei meiner geburt schon eine weile vorbei war. nichtsdestotrotz wurde ich aber in diese schuld hineingeboren und bin somit seit meiner geburt fuer die vebrechen die deutsche tun, mitverantwortlich. kollektivschuld ist also rueckwirkend und betrifft auch leute, die zum tatzeitpunkt definitiv noch nicht gelebt haben. in meiner vergangenheit liegende verbrechen kann ich schon physikalisch nicht beeinflussen, in der zukunft liegende aber schon. deshalb tragen auch die iraker -alle- eine schuld an der politik ihres fuehrers. wir deutsche aber haben in letzter zeit groessere schuld auf uns geladen, naemlich durch die superstar-kacke und die neuerliche verehrung von dieter bohlen. ich dachte, die achziger waeren ein fuer allemal vorbei (einer der gruende, die mich nachts ab und zu irgendwie schlafen lassen). aber dass eines der schreckgespenster dieses seltsamen jahrzehnts nun wieder aus seinem grab aufsteigen wuerde, haette ich nie gedacht. wen wird man als naechstes unter dem schrank hervorkehren? es scheint aber in der natur unseres volkes zu liegen, dass wir an leuten wie mike krueger, hugo egon balder, hella von sinnen usw. festhalten; an leuten also, die ihre nicht vorhandene karriere irgendwann in den achzigern begannen und seitdem nicht zustande gebracht haben, als ab und zu in der werbung oder in drittklassigen talkshows aufzutauchen, vermutlich um uns zu zeigen, dass wir schuldig sind - schuldig, keinen heckenschuetzen engagiert zu haben, der das problem definitiv loest. |
Sonntag, 09.03.2003
es fing vor zwoelf jahren mit solchen sachen wie red bull an. die herrschaft der fun-getraenke. waehrend die aelteren generationen noch standhaft bier trinken, haben sich die jungen vom rechten weg abgewandt und kippen sich nun zunehmend diverse mischungen in den kopf. am bier prinzipiell scheint es nicht zu liegen, denn die verwoehnte brut ist ja auch den angeblichen mexikanischen bieren gegenueber nicht abgeneigt, die allerdings mit mexico eher weniger zu tun haben und jeden anstaendigen sombrero-traeger in gerechte wut versetzen. zeitgleich mit den fun-getraenken entstand die auch sehr merkwuerdige techno-subkultur, die in bezug auf ihren geistigen anspruch allen erkenntnissen und errungenschaften der menschlichen kultur auf's haupt zu scheissen scheint und fuer jene, die ihr angehoeren nur eher negative psychische diagnosen zulaesst. ziel des naechtelangen tanzens in den techno-klubs bei zeitgleichem genuss der oben erwaehnten fun-getraenke ist es wohl, in trance zu geraten, um entweder mit den geistern der ahnen zu kommunizieren oder um der tristen welt zu entfliehen. ich bezweifle, dass unsere altvorderen mit zugeknallten irren reden moechten, die seit acht stunden auf eckstessi sind und, mit zwoelf red bull im gepiercten bauch, bereits eine halbe woche nicht mehr geschlafen haben. die allgegenwaertigen koerpermodifikationen, die die leute heutzutage so ueber sich ergehen lassen, verfolgen auch den zweck, moeglichst abgefahren und durchgeknallt auszusehen, denn um einfach nur gut auszusehen, muss sich ein an sich gutaussehender mensch nicht branden, piercen und taetowieren lassen. all diese taetigkeiten lassen nur den schluss zu, dass der mensch sich im innern danach sehnt, drangsaliert, maltraetiert und gefoltert zu werden. wenn sich kein tuechtiger inquisitor, stasi-buettel oder eine skinhead-gang findet, um den job zu uebernehmen, dann tut es der nach schmerz lechzende youngster eben selber. gegen diese art sich zu amysieren wirkt der sanfte schub, den drei liter bier dem denkvermoegen verleihen, geradezu subtil und vergeistigt. ausserdem gehe ich dabei nicht gefahr, an dehydrierung zu verrecken und es ist patriotisch. bier zu trinken hat aber auch noch weitere vorteile: es ist z.b. relativ gesund, da die ingredenzien sich in ueberschaubarem rahmen halten und keine aldehyd- und phosphat-gruppen enthalten.
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nach der wende haben sich alle deutschen gemeinsam ueber die verbrechen an der deutschen umwelt aufgeregt, die in leuna und bitterfeld begangen wurden. auch hier muss ich sagen, sehnt sich der mob offenbar nach chemisch schmeckenden und verseuchten nahrungsmitteln, sonst wuerde er nicht freiwillig irgendwelche obskuren pillen schlucken, die auch ein irrer psychopath aus strychnin gemacht haben koennte und dazu getraenke inhalieren, die unzweifelhaft spermizid wirken muessen. millionen deutsche haben in der vergangenheit bier getrunken, anstaendig und ruhig gelebt und sind schliesslich, hochbetagt, gestorben. hitler trank kein bier - ueberhaupt keinen alkohol - und was aus ihm wurde, und was er dem planeten angetan hat ist bekannt. seine groessenwahnsinnige suche nach raum im osten haette sich leicht durch den genuss von zehn halben kurieren lassen, aber elbrand kohn war damals noch nicht geboren. ein anderes beispiel aus der geschichte ist atila. nach dem ueberlieferten zu urteilen haette er bier getrunken, wenn es bereits welches gegeben haette. allein es war noch nicht erfunden und in seinem unbaendigen durst ging atila nach westen und damit in die richtige richtung - aber er war zu frueh geboren worden und als er das erkannte, starb er in der fremde. seinem drange verdanken die chinesen aber eine ihrer groessten sehenswuerdigkeiten - die grosse mauer. (stehen die mongolen eigentlich davor und schreien: "die mauer muss weg?" (<- starker kalauer, was?)). es ist schon faszinierend, wie viele verschiedene biere sich aus lediglich drei (in worten: drei) zutaten zaubern lassen. viele biersorten schmecken saugut, aber manche (z.b. alle aus thueringen) schmecken auch scheisse. manche, wie das beruechtigte "schwarzbacher", machen geschmacklich den eindruck, dass der braulehrling besoffen in den braubottich gekotzt hat. wenn ich nun noch die firma beck's lobend erwaehne, dann in der frommen hoffnung, dass sie auf mich als verbraucher aufmerksam werden, und mir freundlicherweise eine jahres-dosis ihres bieres ins kreuz schmeissen moege. ein siebener bmw mit becks-logo auf der seite waere auch nicht schlecht - aber man soll ja besoffen nur kurze strecken fahren.
die gefahr, dass man einer ladung achtzehnjaehriger begegnet, die mit geweiteten pupillen von einer techno-disko in den neuen bmw hineinrast, ist zu hoch.
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Freitag, 21.03.2003
nun ist also wieder krieg. ich kann mir nicht vorstellen, dass die iraker hier in deutschland irgendwelche anschlaege verueben werden, denn das waere wirklich sehr daemlich, in einem land, das gegen der kriegseintritt ist. wenn hier aber eine bombe oder aehnliches hochgeht, dann koennte sich auch die friedliche einstellung der leute aendern. so besehen haben eher die amis einen grund hier einen anschlag zu verueben und ihn dann den irakis in die schuhe zu schieben, damit die deutschen mitspielen. andererseits machen die araber allgemein aber einen solch chaotischen, unorganisierten und fanatischen eindruck, dass es moeglich scheint, dass splittergruppen entweder nicht wissen oder es ignorieren, dass sie das falsche land bekaempfen. es mag auch moeglich sein, dass teile der arabischen welt so prinzipiell gegen westeuropa eingestellt sind, dass sie prinzipiell alles bekaempfen. eben hoere ich, dass die amerikanischen panzer bereits 140 kilometer tief im irak stehen. das nenne ich blitzkrieg! und es ist noch lange bis zum winter! gestern habe ich hier auf einem kreisverkehr eine kleine, armselige demo beobachtet. ein paar leute mit plakaten marschierten im kreis und demonstrierten offenbar gegen den krieg.
ich wunderte mich ueber die offensichtliche ineffizienz dieser aktion, denn der rat der stadt oder irgendwelche anderen leute, die die aktion mitbekamen, sind leider nicht in der lage, den krieg zu beenden. mit von der partie war natuerlich die pds, meine absolute lieblingspartei, die in meiner persoenlichen hass-skala noch vor den gruenen und der spd rangiert. in berlin hat greenpeace ein peace-zeichen aufgebaut, in leipzig gab's einen gottesdienst in der nikolai-kirche. ich vermute, in leipzig spielt sich das gesamte politische und gesellschaftliche leben in dieser kirche ab. was sollen diese demonstrationen bringen? guckt in der amerikanischen botschaft jemand heimlich durch die lamellen der jalousie und beobachtet das geschehen? sicher wird derjenige, vielleicht der botschafter selbst, dann erschrocken zum naechsten uebersee-telefon rennen und den busch jr. anklingeln: "hallo george, hoer doch mal: hier in deutschland sind leute gegen den krieg! also weisst du, vielleicht sollten wir das nochmal ueberdenken, und lieber irgendwie sein lassen mit dem krieg, hm?"
das bild ist uebrigens eine f19 von lockheed, ein stealth-fighter aus den fruehen achzigern, der mir gut gefaellt, weil er so cool aussieht, wie aus einem science-fiction-film. das faszinierende an der militaertechnik ist, dass sie der normalen technik immer irgendwie zehn jahre voraus zu sein scheint.
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die b2 zum beispiel ist auch sehr geil, wobei ich erwaehnen moechte, dass die grundlagen fuer nurfluegel-flugzeuge von, na? einem deutschen: horten, erarbeitet wurden, der die ersten dinger gebaut hat.
hier ist auch ein schoenes bild der b2, das ich ohne freundliche zustimmung von http://www.boeing.com runtergeladen habe. aber ich schaetze, die leute werden nichts dagegen haben, denn ich sage ja nichts schlechtes ueber die flugzeuge. nach dem zu urteilen, was ich so ueber die zustaende im irak gehoert habe, macht es der dortigen bevoelkerung sicherlich keinen grossen spass, krieg zu fuehren, denn die zustaende dort sind schlimmer als in der steinzeit. rund um bagdad erstreckt sich offenbar wueste, die bekanntermassen fuer den anbau jeglichen lebensnotwendigen gruenzeugs nur eher bedingt geeignet ist und durch das embargo, das nach dem letzten krieg verhaengt wurde, waren die iraker nicht in der lage, ihre (z.t. selbst gesprengten) bohrloecher wieder herzurichten. dadurch ist das land also schon ohne jedes bombardement ziemlich im arsch und dass die gegenwehr recht verhalten ausfaellt, ist schon verstaendlich. ich habe gehoert, dass der irak in den spaeten achzigern bereits einen krieg gegen den iran gefuehrt hat. wer hat den eigentlich begonnen? aber solange das volk hinter saddam und seiner regierung steht, ist es nicht nur nicht unschuldig, sondern irgendwie selbst dran schuld. man sollte, wenn man das elend dort sieht, auch bedenken, was diese armen leute mit uns machen wuerden, wenn sie am druecker waeren. niemand hat sie damals gezwungen, kuweit zu ueberfallen. man konnte es sich gewissermassen am arsch abfingern, dass das die amis - berechtigt oder auch nicht - auf den plan rufen wuerde. saddam hussein wurde auch nicht muede, den westen verbal zu bedrohen. er wollte amerika ausloeschen und so. falls sich noch jemand daran erinnert. jemand, der in anbetracht der aktuellen politischen und militaerischen lage so etwas tut, muss nicht ganz bei verstand sein. auch in den letzten monaten hat sich der irak nicht eben kooperativ gezeigt und einen angriff der amis geradezu herausgefordert. wenn mich jemand, der einen kopf groesser ist als ich und doppelt soviel wiegt, beleidigt, dann ist es doch scheissegal, ob er ein arsch ist oder nicht - es waere ganz einfach selbstmord zu sagen: "fick dich ins knie!" - der irak hat seine innere uns aeussere situation bei der auswahl der gebotenen politik in jeder hinsicht voellig ignoriert und nun bekommt er die quittung dafuer. ein land, das unfaehige und korrupte politiker an der spitze hat, das geht in die binsen, wie wir in afrika an zwei von drei laendern und auch in suedamerika sehen koennen. sicher war von seiten der amerikaner krieg nicht unbedingt das beste mittel, aber der irak hat nichts dazu getan, eine rigorose reaktion zu verhindern. |
Dienstag, 01.04.2003
die amerikanische armee ist die beste armee der welt. es mag sein, dass dieses praedikat etwas unglaubwuerdig ist, weil es von den angehoerigen ebenjener armee selbst stammt. eigenlob stinkt bekanntlich. nun soll ich jedoch glauben, dass dieselbe grandiose armee, ihren gegner, den irak, UNTERSCHAETZT haben soll! das kann ich mir nun wahrhaftig kaum vorstellen. ich vermute allerdings auch, dass die perfiden iraker der amerikanischen planung widersprechend, keine wegweiser in richtung bagdad aufgestellt haben. auch haben sie es vermutlich an manna und ambrosia am wegesrand fehlen lassen. auch waren auf den fernsehbildern weder die erwarteten barbusigen badesklavinnen noch die orientalischen fressgelage zu erkennen. bei so wenig unterstuetzung beim gewinnen des feldzuges durch den feind ist natuerlich zu erwarten, dass es gewisse rueckschlaege gibt. man koennte in anbetracht der unbefriedigenden kampfergebnisse glatt unterstellen, dass der iraker GEGEN die amerikaner arbeitet! wollen die wuestensoehne vielleicht nicht, dass die amerikaner diesen krieg gewinnen? nun, da die ersten zivilisten unerwarteterweise in's (in der wueste nicht vorhandene) grass gebissen haben, werden beide seiten vielleicht wirklich sauer. die amis, weil die iraker sie nicht gewinnen lassen, die iraker, weil jemand anderer als sie selbst ihre leute umbringen, und wieder die amis, weil es ihnen so nicht gelingen wird, diesen krieg smart und sauber zu fuehren. ein wunschtraum uebrigens, dem sie seit anbeginn erfolglos hinterherjagen. auch in diesem punkt sind wir deutschen schlauer. nach dem letzten dummerweise verlorengegangenen weltkrieg haben wir nun so gruendlich die nase von jeglicher kriegerischen betaetigung voll, dass wir selbst bei dem gedanken erschaudern, unsere auf die schlagkraft einer aldi-filiale zurechtgesparte bundeswehr zu einem anderen zweck als der reinen erholung irgendwohin zu schicken.
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ab heute, so habe ich jedenfalls gehoehrt, unterliegen schreckschusswaffen etc. einer meldepflicht. obwohl ich die notorische kontrollmacke, unter der unser staat leidet, nicht unbedingt gutheisse und das kuenftige heil unseres germanischen reiches in der abschaffung einer reihe von verordnungen und gesetzten sehe, heisse ich diese massnahme gut. z.b. sind objekte, die den anschein erwecken, kriegswaffen zu sein, (auch wenn es gar keine waffen sind) verboten. der anscheinsparagraph, 137 im waffengesetzbuch - wenn ich mich nicht irre. das heisst, auch ein wie eine kalaschnikow geformter pappkarton faellt unter das waffengesetz. demgegenueber waren knallpistolen, die erwiesenermassen schwere verletzungen hervorrufen koennen erlaubt. eine echte waffe kann ja wenigstens noch zu sport- oder jagdzwecken herangezogen werden. eine knallpistole ist nur geigel. ebenso wurfsterne. mit selbstschutz hat das nichts zu tun. wenn ich in irgendeiner innenstadt von einer zehnkoepfigen ( ... )-gang eingekreist werde, dann werde ich sicher nicht noch eine solche beschissene pseudowaffe ziehen, nach deren gebrauch meinem leben definitiv ein ende bereitet werden wird. wer braucht ein faustmesser oder den ganzen anderen scheiss? wer ein messer benutzen moechte, der soll sich ein normales kaufen oder sich das verbotene zeug selbst bauen. das wuerde die gewalt unter der heutzutage unertraeglich frechen und bloeden jugend erheblich senken. in zehn jahren kann ich wahrscheinlich jeden scheiss hier reinschreiben - niemand wird es mehr lesen koennen, denn dazu muesste man eben lesen koennen. in windows-2020 wird es wahrscheinlich nur noch icons geben und doktorarbeiten werden in comic-form geschrieben, weil sie sonst niemand ansieht, ausserdem muessen sie lustig sein und von irgendeinem superhelden handeln.
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